Kristinas Blog

Nach der Trauer …

Neulich hat mich eine Klientin gefragt, ob ein Mann, mit dem man nach der Dualseele eine Beziehung hat, nicht nur eine Art „Abklatsch“ des Gefühlsklärers sei? Und ob die Trauer darüber, mit der Dualseele keine tragfähige Beziehung leben zu können, einmal aufhöre?

Meine Erfahrung ist, dass kein anderer Mann so ist wie dein Gefühlsklärer. Wie auch? Alle Männer, die du nach einer Dualseelen-Begegnung oder sogar Dualseelen-Beziehung kennenlernst, können dir etwas spiegeln. Nicht bis ins Detail, aber doch so, dass du merkst, wo du stehst, welche Themen in deinem Leben (noch) von Bedeutung sind. Ein anderer Mann ist dabei nie ein „Abklatsch“, er ist im Grunde immer „der Richtige“. Und ob du willst oder nicht: Es kommt alles aufs Tableau, was für dich wichtig ist. Warum sollst du also nicht einen anderen Mann so lieben, wie er nun mal ist? Das kann eine große Chance sein.

Zur Trauer: Ich dachte, sie hört nie wirklich auf, aber das stimmt nicht. Meine Trauer hat sich nach und nach gelegt, beruhigt, ist nun gleichsam integriert in mir. Ich empfinde keinen Schmerz mehr, wenn ich an meinen Gefühlsklärer denke. Und zwar weil mein gesamtes System (Geist – Körper – Seele) akzeptiert hat, dass es ist, wie es ist. Dass die Liebe ist, wie sie ist.

Ich hatte die Trauer in mir ganz zugelassen, und danach öffnete sich auf einmal ein neuer Raum der Liebe in mir, ein Raum, in dem ich alles, was geschehen war, wie in einem Film betrachten konnte: aus einer gewissen Distanz und doch sehr berührt – wissend, dass sich in diesem großen Prozess etwas Besonderes vollzogen hatte.

Und nun empfinde ich nochmal anders, wohltuend befriedet: Dreizehn Jahre nach der Begegnung (und der darauffolgenden zehnmonatigen Liebesaffäre) mit meinem Gefühlsklärer, nach seinen Lügen und Verletzungen, nach meiner Ent-Täuschung, Wut und Sehnsucht, bin ich ihm sehr dankbar für all das Besondere und Lebendige, das ich mit ihm erleben durfte. Es war und ist bis heute für mich eine einzigartige und eben auch beglückende Begegnung gewesen – obwohl ich die Trennung und das Getrennt-Sein dann als ein großes inneres Sterben erfahren habe. Ich bin dankbar, dass wir uns – nachdem wir uns das erste Mal in die Augen gesehen hatten – unbedingt aufeinander einlassen wollten (auch wenn wir die Konsequenzen nicht bedachten). Ich bin dankbar, dass wir beide diese unfassbare Energie zwischen uns spürten und auch auslebten – das war außergewöhnlich, auch wenn es keine Zukunft für diese Liebe gab.

Ich bin dankbar, dass er vieles in mir gesehen, begehrt und geliebt hat. Er sah meine Verletzlichkeit und meine Stärke. Heute weiß ich, dass dieses Gesehen-Sein nicht selbstverständlich ist. So hat er mich zwar zutiefst verletzt, zugleich aber auch etwas geheilt in mir. Ja, Liebe hat viele Gesichter. Ich analysiere das nicht mehr bis ins Detail – obwohl ich nach wie vor jemand bin, der vielem auf den Grund geht. Was ich hier und heute fühle, ist vor allem Dankbarkeit.

Willst du wissen, wie du dich aus deinen festgefahrenen Mustern ent-wickeln kannst, dann „arbeite“ mit meinem Buch „Ein gehäutetes Herz. Was tun bei Liebeskummer und Dualseelenschmerz“.

Oder schau in mein anderes Buch „Das neue Handbuch für Dualseelen und alle (unglücklich) Liebenden“!

Du kannst auch eine Beratung bei mir buchen. Kontaktiere mich bitte unter: info@liebesleiden.de – ich freu mich auf dich!

© Kristina Grasse, Juni 2026

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Foto: privat

Blog Dualseele und Liebesleid

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2 Kommentare

  1. Hast du wunderbar geschrieben.
    Die innere Ruhe, die du dir erarbeitet hast, tut allen Leserinnen und Lesern gut und jeder kann seine eigenen Herausforderungen mal mit der Dankbarkeit sehen, die die Aufregungen des Herzens verdienen.

    Antworten
    • Vielen Dank für dein freundliches Feedback!

      Antworten

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